Wie Sie mit Microsoft Power BI für Transparenz in Ihrer Fertigung sorgen

von | 14.09.2020

Black Box Shopfloor?

Besonders mittelständische Unternehmen beklagen im Hinblick auf ihre Fertigungsprozesse häufig ein unzureichendes Maß an Transparenz. Oftmals ist sogar von einer „Black Box“ die Rede.

Die Gründe hierfür sind vielfältig, häufig lassen sich jedoch einige Kern-Probleme identifizieren:

  • Eine Vielzahl von Daten wird bereits in Systemen erfasst, es findet jedoch keine systematische Analyse der Daten zum Zwecke der Steuerung und Optimierung statt.
  • Die Analyse der Daten findet in einem zwar regelmäßigen, aber unzureichenden Turnus unter Zuhilfenahme von viel Manpower in Excel statt. Diese Analysen sind oftmals stark vergangenheits-orientiert, der Grad der Beeinflussbarkeit zu diesem Zeitpunkt stark limitiert.
  • Die Bestandssysteme besitzen eine geringe Fähigkeit zur Anpassung an neue oder veränderte Gegebenheiten. Oftmals nutzen Unternehmen bereits Systeme zur Erfassung von Produktions- oder Maschinendaten. Beinahe genauso häufig werden diese Systeme aber nur in unzureichendem Maße zur Steuerung der Prozesse verwendet, da diese Standard-Anwendungen häufig nicht mit der Veränderung Schritt halten können, die durch eine sich verändernde Prozesslandschaft vorgegeben wird.
  • Viele Systeme sind bzgl. der Integration neuer Maschinen- oder Anlagentypen oder aber der Nutzung externer Sensorik wenig aufgeschlossen. Änderungen oder Erweiterungen in der Fertigung können so häufig nicht hinreichend abgebildet werden, was zu Akzeptanzverlusten und Nicht-Nutzung der Systeme führt.

Sollte Ihnen das alles bekannt vorkommen, so habe ich eine gute Nachricht: Es gibt eine Möglichkeit, durch die Nutzung von Microsoft Power BI genau die Informationen zu erhalten, die Sie zur Steuerung Ihrer Prozesse benötigen, ohne die genannten Probleme in Kauf nehmen zu müssen!

Nutzen Sie ihre Daten mit Power BI !

Lassen Sich mich das etwas konkreter ausführen:

Bei Microsoft Power BI handelt es sich um ein leistungsstarkes Business Intelligence-Tool zur Integration, Analyse und Visualisierung von Daten. Power BI bietet eine Vielzahl von Standard-Konnektoren mit deren Hilfe Sie ohne großen Aufwand auf die Daten in Ihren System zugreifen können. Sollten diese nicht ausreichen oder zusätzliche Historisierungen notwendig sein, so lässt sich mit relativ geringem Aufwand eine vorgelagerte Datenbank-Architektur einschließlich flexibler Werkzeuge zur Datenintegration implementieren. Ein leistungsfähiger SQL-Server on-premises oder in der Microsoft Azure Cloud ist hierfür ausreichend.

Durch die intelligente Verknüpfung verschiedener Datenquellen lassen sich in Power BI anschließend Analysen, Reports und Dashboards erstellen, die genau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Empfänger zugeschnitten sind und die sich auch in Zukunft schnell und einfach an sich verändernde Anforderungen anpassen lassen.

Darüber hinaus bietet diese Architektur eine Vielzahl weiterer Vorteile:
Sie können beinahe jede erdenkliche Datenquelle in Ihre Analysen einbeziehen. Auch exotische, nicht-relationale oder Echtzeit-Datenquellen können ohne Probleme über die Integrationsdienste von Microsoft Azure eingebunden werden. Zudem lassen sich bei Bedarf extrem kurze Aktualisierungs-Zyklen im Minutenbereich für Ihre Analysen und Reports bewerkstelligen.

Bild 1: Schematische Infrastrutkur bei der Nutzung von Microsoft Azure

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass dieses Vorgehen einen agilen Projektansatz ermöglicht. Erste Lösungen lassen sich schnell und ohne hohe Investitionen realisieren. Beginnen Sie einfach dort, wo es am meisten schmerzt und bauen Sie ihre Lösung Schritt für Schritt aus.

Die HUBSTER.S Production Management Suite

Wir bei HUBSTER.S begleiten Sie natürlich gerne auf Ihrem Weg. Mit unserer Production Management Suite bieten wir darüber hinaus einen Werkzeugkasten mit verschiedenen Reports und Analysen an, die als Startpunkt für Ihr Vorhaben dienen können. Rufen Sie mich einfach an! Ich würde mich freuen, mit Ihnen über Ihre Ideen zu sprechen!

Bild 2: Beispiel, OEE-Dashboard
Bild 3: Beispiel, Report für Auftragshistorie

P.S. In den kommenden Blog-Beiträgen werde ich einige der Analysen und Reports der Production Management Suite genauer vorstellen!

Linus Trips HUBSTER.S

Christoph Monzel

Christoph Monzel ist Solution Architect und Geschäftsführer bei den HUBSTER.S