Ihr habt ambitionierte Wachstumsziele – aber wisst ihr, ob eure Personalstruktur mit diesem Kurs überhaupt Schritt halten kann? Wie viele Leute beschäftigt ihr wirklich, wie hoch ist der Krankenstand, wie alt ist die Belegschaft im Schnitt? Genau an dieser Stelle herrscht am Bau oft Funkstille – und genau hier entsteht der Kollisionskurs: Wachstumspläne werden auf dem Papier geschmiedet, während belastbare Personalzahlen fehlen, um sie überhaupt realistisch zu unterlegen.
Dazu kommen Fragen, die im Tagesgeschäft ständig auflaufen, aber selten schnell zu beantworten sind: Wie entwickeln sich die Löhne im Team? Wer steckt gerade in der Lohnfortzahlung oder im betrieblichen Eingliederungsmanagement – und wie behält man da den Überblick? Wie viele Resturlaubstage ein einzelner Mitarbeiter noch hat, ist am Bau durch die branchenspezifischen Regeln zur Urlaubsverwaltung oft schon für sich genommen nicht leicht herauszufinden. All das sind Fragen, die für Planung und Kalkulation genauso wichtig wären wie die Wachstumsziele selbst – aber meist mühsam aus Excel zusammengesucht werden, wenn überhaupt. Und selbst wenn die Daten irgendwo liegen: Bis man sie zusammengetragen hat, ist der Moment für eine schnelle Entscheidung oft schon vorbei.